Das Leben danach

(von Saski's Mama)

Unser Leben danach......

Die Tage direkt nach Saskis schwerem Autounfall waren wie eine Nebelwand. Alle lieben Verwandten und Freunde , Freundinnen von Saskis waren da. Sie waren ja genauso geschockt und total traurig wie wir. Versuchten jedoch uns irgendwie zu helfen... Sei es durch reden oder durch zuhören oder einfach nur dazusein für uns. Es war gut so. Der Schmerz war und ist zu tief...
Mittlerweile sind 4 Monate vergangen. Ich weis nicht wie...?
Der Schmerz und diese tiefe Traurigkeit nehmen täglich zu. Wir versuchen irgendwie ein wenig Alltag in unser beschissenes Leben zu bekommen... Es gelingt mal gut mal schlecht. Die Besuche der Verwandten und Freunde werden immer weniger. Natürlich vergessen sie weder Saski noch uns, aber auch sie müssen irgendwie ihr Leben weiterleben. Das ist zur Zeit ein großes Problem für mich. "Die Welt dreht sich weiter, als wäre nichts passiert", aber für uns ist sie zusammengebrochen... Wir hangeln uns von Tag zu Tag. Irgendwie geht's. Jeder von uns auf seine Weise. Jörg versuchts zu unterdrücken. Natürlich heißt das nicht, das er nicht um seinen Engel trauert. Er vermisst sie genau so sehr wie ich. Er kann seine Gefühle nur schlechter zum Ausdruck bringen. Tagsüber versucht er cool zu sein und Abends bricht sehr oft innerlich zusammen und weint. Ich kann es nicht unterdrücken. An meinen schlechten Tagen sieht mir jeder an, das ich schlecht drauf bin. Ich weine viel, lese viel (Gedichte usw., das hilft mir ein wenig), oder ich mache Sachen dir mit Saski zutun haben. Wie Kalender basteln, Bilder sortieren. Wenn ich solche Sachen mache, fühle ich mich Saski sehr nahe. Dann geht's mir etwas besser. Zur Zeit weiß ich nicht, warum, wofür und weshalb ich diese beschissene Leben weiter leben soll. Keine Bange, ich mache keinen Unsinn... Tief in meinem Innern weiß ich, das ich in der Ewigkeit wieder mit Saski vereint sein werde. Nur das dauert noch sehr lange auf dieser Erde. Mir fehlt der Sinn und der Zweck in meinem Leben. Der Nebel ist nicht mehr ganz so dicht. Wir gehen arbeiten, treffen uns mit Freunden und gehen oft spazieren. Das ist gut so. Ich muss noch sehr viel lernen, wie z.B. das ich mich auch mal freuen darf ohne eine schlechtes Gewissen zu haben. Na ja.... alles irgendwie total verworren...